Wespen müssen weg!?

Eisessen, Grillparty, Biergarten >>Wespenplage

Wer kennen nicht das Problem im Sommer ?
Wespen machen sich in den Gärten oder um Haus & Hof breit und werden schnell lästig, oft sogar gefährlich!
Oft versucht man dann mit gewissen >Hausmitteln<, die Lage in den Griff zu bekommen. Doch dies ist häufig gefährlich und führt nicht selten zu kleineren Katastrophen. Ist ein Wespenschwarm erstmal aufgescheucht, verteidigt er oft äußerst aggressiv sein „Königreich“ und greift alles an, was sich bewegt.

Grundsätzlich gilt, dass Stiche von Wespen und Hornissen nicht wesentlich schmerzhafter und selten so giftig sind, wie die von Bienen. Vor allem sollten sich Allergiker vor diesen Insekten schützen. Eine weitere Gefahr ist natürlich ein Stich in den Mund- oder Rachenraum, was jedoch bei Hornissen kaum vorkommt, da sich Hornissen vor menschlicher Nahrung fern halten.

Es gibt bei uns acht verschiedene Populationen von Wespen. Nur zwei Arten sind wirklich lästig. Das ist natürlich, wie könnte es anders sein, die „Deutsche Wespe“ und die „Gemeine Wespe“. Schon an der Art des Nestbaus lässt sich erkennen, ob es sich um nervige Wespen oder um scheue, friedfertige Artgenossen handelt.
Während die beiden argwöhnischen Arten als ausgesprochene Dunkelbrüter in Hohlräumen (wie Wandverkleidungen, Rollokästen oder in Mäusenester im Garten) nisten, handelt es sich bei freihängenden Nestern stets um friedfertige Arten, wie zum Beispiel die sächsische Wespe und Hornissen.

Wie kann man sich vor Stichen schützen ?

° Nesteingang nicht versperren, um die Orientierung der Tiere nicht zu stören.
° Einfluglöcher auf keinen Fall verstopfen.
° Schnelle Bewegungen und Erschütterungen vermeiden.
° Keine Flaschen mit vergorenen Flüssigkeiten aufstellen, denn hiermit ziehen sie nur noch mehr Wespen und auch nützliche Insekten an, welche dann qualvoll verenden.
° Halten Sie die Fenster geschlossen oder besorgen Sie sich einige Insektenschutzgitter.
° Mit dem Geruch von Geranien oder ätherischen Ölen hält man sich die Störenfriede vom Leib.
° Essensreste sofort nach Gebrauch abdecken, weil Wespen schnell lernen, wo es was gratis gibt.
° Decken Sie Ihren Kinderwagen mit Fliegengitter ab und lassen Sie Kleinkinder nicht unbeaufsichtigt, wenn diese Süßes essen oder trinken.
° Vor dem Trinken nach Insekten im Glas schauen, zur Sicherheit einen Strohhalm verwenden.

Was tun, mit einem Wespen- oder Hornissennest ?

Es ist nicht unbedingt notwendig, jedes Nest zu entfernen. In den paar Monaten, wo Wespen und Hornissen aktiv sind kann man sehr wohl mit ihnen leben, wenn man zuvor beschriebene Regeln befolgt. Im Herbst sterben die Insekten ab, nur die Königin überwintert. Das alte Nest wird nicht mehr bevölkert. Sie können auch Holzschalungen usw. baulich verändern, damit Sie im nächsten Sommer weniger Belästigungen ertragen müssen.

Was sagt das Gesetz ?

Nach § 42 Abs. 1 Bundes Naturschutzgesetz (BNatSchG) ist es verboten, wild lebende Tiere der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen, zu töten oder ihre Entwicklungsformen wie Nist-, Brut-, Wohn-, oder Zufluchtsstätten der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören.
Zu den besonders geschützten Arten zählen u.a. alle Wildbienen, Hummeln, Hornissen und einige Wespenarten. In besonderen Ausnahmefällen kann eine Umsiedlung dieser Arten nötig sein ( z.B. bei unaufschiebbaren Bauarbeiten im Nestbereich ).
Dafür muss die Naturschutzbehörde eine Ausnahmegenehmigung erteilen.
Die häufig bei uns vorkommende deutsche und gemeine Wespe unterliegt nicht diesen strengen Schutzbestimmungen. Ohne wichtigen Grund dürfen aber auch die Nester dieser Tiere nicht zerstört oder beseitigt werden!

(Quelle: Auszug aus der unteren Naturschutzbehörde Traunstein )